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Krimi-Slam-Wettbewerb
Burgdorf, 01.05.2006 - Vom 27. Oktober bis zum 5. November 2006 finden zum siebten Mal die Burgdorfer Krimitage statt. Einer der Höhepunkte ist die Finalrunde des Krimi-Slam-Wettbewerbs. Die Ausschreibung dazu läuft bis am 20. August 2006. Nun ist es Zeit, aufzuschreiben, was sich schon lange im Kopf zusammengebraut hat: Einen spannenden, einmaligen und packenden Kurzkrimi, der sich am Krimi-Slam wirkungsvoll vor Publikum vortragen lässt. Eingeladen sind alle, die sich zur slamenden Krimiautorin oder zum Krimiautoren berufen fühlen. Einsendeschluss ist der 20. August 2006. Eine krimikompetente Jury beurteilt die eingereichten Texte und schickt die sechs Besten am Eröffnungsabend auf die Bühne der Krimitage zur Endausmarchung vor Publikum. Die Wettbewerbsbedingungen und weitere Informationen sind auf www.krimitage.ch zu finden oder können per Post bestellt werden: Burgdorfer Krimitage, Postfach 185, 3402 Burgdorf Das Programm der siebten Burgdorfer Krimitage wird im September veröffentlicht. Geboten wird wiederum ein bewährter Mix aus Lesungen, schauerlichem Theater, spannenden Filmen und überraschend Neuem. |
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krimitage.ch |
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Rap'n'crime im «home, sweet home» '04
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Was tut sich hinter den Gardinen? Was in der guten Stube? Idylle kann mordsmässig gefährlich sein. Denn sieh, das Böse liegt so nah! Unter dem Titel «home, sweet home» richtet die galerie im park exklusiv für die Krimitage eine Fotoausstellung ein. Bekannte Künstlerinnen und Künstler aus den USA und Europa werden vertreten sein: Cindy Sherman (USA), Chantal Michel (CH), Catherine Chalmers (USA), Wolfgang Ellenrieder (D), Gregory Crewdson (USA). |
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| Junge Mundartpoeten werden diese erdrückende Idylle aufnehmen und dazu ihre Raps erfinden - witzig, frech und bös. An der schrillen bar bleu werden die Wortakrobaten ihr Publikum das Fürchten lehren. |
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| Nino, slamender Freestyler aus Bern: Sie geben ein Stichwort, Nino dichtet wie ein Weltmeister. Reto Zeller: Sagt der Elefant zum Porzellanladen: Halte den Laden oder ich werde zum Sprichwort. |
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| Ein solcher Event verlangt auch besondere Öffnungszeiten: Fotoausstellung, bar bleu und Rap'n'crime sind bis Mitternacht zu haben. Danke galerie im park! Eine Produktion von «GägäWärt» - Die Mundartnacht, Solothurn. www.mundartnacht.ch |
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| Wann Freitag, 29. Oktober, ab 19 Uhr (Vernissage) bis Mitternacht (Barbetrieb ab 18 Uhr, Rap um 21.30 und 22.30 Uhr) Samstag, 30. Oktober, ab 13 Uhr (Barbetrieb ab 18 Uhr, Rap um 21.30 und 22.30 Uhr) Sonntag, 31. Oktober ab 13 Uhr bis 17 Uhr Wo galerie im park Preis Ausstellung gratis. Bei Rap'n'crime Kulturzuschlag auf dem ersten Glas nach oben |
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© Berner Rundschau / MLZ; 02.11.2004 .Emme Zeitung Verbrecherische Reime und schöne Schaben Burgdorf Begeisternde Auftritte in der Galerie Während der Krimitage lockte auch die Galerie im Park mit einem besonderen Programm: Neben irritierenden Alltagsansichten gab es am Wochenende auch Rap von Reto Zeller und Nino Bürgi auf Kommando zu hören. Christa Kläsi Rechts führt eine Treppe aussen an der Hauswand entlang nach unten, links steht eine Kabelrolle. Ein Spaten lehnt an der Backsteinwand, prominent mitten ins Zentrum gerückt. Das Bild könnte eine ganz gewöhnliche einfamilienhäusliche Gartenarbeits-Idylle beschreiben, fänden in Burgdorf nicht gerade die Krimitage statt. So aber weckt das grossformatige Gemälde alle möglichen Assoziationen - schliesslich weiss man ja: Die allermeisten Opfer kennen ihren Mörder ... Schaben und Spaten Die Galerie im Park hat die Burgdorfer Krimitage zum Anlass für eine Sonderausstellung genommen. Unter dem Titel «home, sweet home» stellt die Galerie im Park derzeit Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus, welche die Normalität in ihren Werken hinterfragen und teils ins Absurde rücken. Die grossformatigen Gemälde des deutschen Künstlers Wolfgang Ellenrieder zeigen Wohnquartierszenen, so wie sie jeden Tag überall stattfinden. Genau dieses strahlend saubere Alltägliche irritiert beim Betrachten: Stammt der Spaten wirklich von der Gartenarbeit? Spielen die verschwommen dargestellten Kinder vor der Einfamilienhaus-Garage, oder quälen sie vielleicht eine Katze? Neben Ellenrieders verdächtig friedlichen Quartierszenen sind auch die Werke von Catherine Chalmers zu sehen. Die Amerikanerin spielt in ihren Fotografien mit dem Grotesken und Undenkbaren: Das Bild mit dem harmlosen Titel «Childroom I» zeigt statt einer Kinderzimmer-Idylle Teddybären, über und über von grossen Schaben bedeckt. Und in «Bedroom II» ist zwar ein Bett zu sehen, darauf sitzen allerdings zwei überdimensionale, kopulierende Käfer. An der Vernissage am letzten Freitag sowie am Samstag lockte die Galerie im Park zudem mit weiteren Attraktionen: «Rap'n'crime», so der Name der Vorstellungen, die an beiden Abenden gegeben wurden: Während die Bar Drinks mit mörderischen Namen servierte, kam das zahlreiche Publikum in den Genuss spezieller musikalischer Darbietungen: Den Anfang machte der Zürcher Liedermacher und Kabarettist Reto Zeller. Dieser gab sich als singendes Kirchgemeinde-Mitglied und brachte mit seinen doppelbödigen «Liedern mit Tiefgang und Moral» die Lachtränen des zahlreichen Publikums zum Fliessen. Mit viel Fingerspitzengefühl schaffte es der Zürcher, seine Figuren nie ins Lächerliche zu ziehen. Vielmehr trickste er spitzbübisch etliche Klischees aus und liess seine Lieder mit überraschenden Wendungen enden. Enthusiastisch belacht und beklatscht wurde auch Zellers Mani-Matter-Parodie: Der hauptberufliche Erwachsenenbildner bediente sich bekannter Matter-Texte und -Melodien, um sie anschliessend zu einem haarsträubenden Krimi neu zusammenzusetzen. Rappen auf Kommando Ebenso ein Erfolg waren die Auftritte des Rappers Nino alias Nino Bürgi. Unterstützt von seinem Bruder Fabian am Schlagzeug, legte der Berner Freestyler auf Kommando Reime hin: Keine leichte Aufgabe, gab doch das begeisterte Publikum Stichworte wie «Fussschweiss» oder «Finanzverwaltungsbeamtin» vor. Elegant wich der Wortakrobat erst dem Glatteis-Thema Politik aus - «SVP - S'il vous plaît» -, um dann doch noch seine Meinung zu rappen. «Gebt mir doch nicht solche Stichworte, ich weiss nie, wohin mich meine Reime führen», beklagte er sich anschliessend scherzend beim fröhlichen Publikum. «Vor dem Reimen versuche ich mir immer vorzustellen, was ich sagen will», sagt der Berner Polygraf, der als «Räpparat» schon etliche Auftritte am Solothurner Mundart-Wettbewerb GägäWärt bestritten hat. «Aber mein Kopf ist am Anfang immer leer. Die Texte kommen erst mit dem Reimen.» Angenehm überrascht sei er von der familiären Atmosphäre in der Galerie: «Es macht Spass, vor diesem Publikum aufzutreten.» nach oben |
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