Mundartnacht

Die Mundartnacht vom 27. April 2018

gägäWärt - 16 Jahre Gägäwärt

Kulturfabrik Kofmehl

Freitag 27. April 2018, 20.00 bis ca. 23.30, Türöffnung 19.00

gägäWärt - Die Mundartnacht versammelt seit fünfzehn Jahren einmal jährlich Künstlerinnen und Künstler aus allen Richtungen der Kleinkunst auf der Bühne und serviert ein vorzügliches Mundartspektakel. Die Mundartnacht ist der einzige Anlass dieser Art in der Schweiz, denn nirgendwo sonst kommen so viele Mundartisten und so viele Sparten der Sprachartistik zusammen. Wir freuen uns ein abwechslungsreiches Programm mit einigen Überraschungen selbst für versierte Kenner der Szene zu präsentieren!

Fatima Moumouni / Aarau / Moderation

Fatima Moumouni, geboren 1992, ist seit Ende 2011 mit Spoken Word Stücken auf verschiedensten Bühnen im deutschsprachigen Raum unterwegs und schreibt Prosa, Lyrik, Rap und hauptsächlich irgendwas dazwischen für Bühnen. Sie moderiert Veranstaltungen und gibt Schreibworkshops. Neben Soloauftritten ist sie zusammen mit Laurin Buser im Team „Zum Goldenen Schmied“ unterwegs. Seit Ende 2015 gibt sie zusammen mit Dean Ruddock Antirassismus-Workshops mit Fokus auf Sprache. Fatima studiert in Zürich Sozialanthropologie, Philosophie und Volkswirtschaft. Sie würde sagen, dass ihre Texte zumindest von Erstgenanntem und ihrem Fokus auf Migrations- und Rassismusforschung profitieren. In den letzten Jahren trat sie im Rahmen verschiedenster Antirassismus-Veranstaltungen auf und war 2015 und 2016 Mitorganisatorin des Antirassistischen Humorfestivals in Zürich.

Sarah Altenaichinger / Basel / Slam Poetry

Die 1997 geborene Baslerin hat eine erfolgreiche u20 Karriere hinter sich und begeistert seit langer Zeit auch auf der ü20- Slambühne. Auf den Begriff „Poetry Slam“ ist sie erstmals im Jahr 2012 gestossen. Seither tritt sie mit ihren Texten im gesamten deutschsprachigen Raum auf und holt sich die Aufmerksamkeit des Publikums mit poetischen Texten. Nachdenklich und mit schönen Reimen gebaut und mit Flow performt. Neben der Slambühne steht Sarah auch in Theaterproduktionen auf der Bühne – wie zum Beispiel mit „Angstmän“ im Vorstadttheater Basel.

Bastler & Grautier / Zürich, Luzern / Musikkabarett

Mit ihrer Mischung aus Chansons und subtilem Humor bewegen sich Bastler & Grautier an der Grenze zwischen Kabarettduo und Zweimannband. Sie spielen eingängige Songs mit geistreichen Texten und treffen abwechselnd den Nerv der Zeit und die Lachmuskeln des Publikums. In ihrem neuen Programm „chli BREIT“ singen Bastler & Grautier doppeldeutig und zweistimmig gegen die Liebe, über Hündeler, vom Schlachtfeld Alltag und über ihr Leben auf der dunklen Seite des Mondes. Dazwischen erzählen sie vom Proben in der Waschküche und bandinternen Beziehungsproblemen. Von der Realität lässt sich das ungleiche Duo dabei nicht beeindrucken. Lieber folgen die beiden ihrem Band-Credo: „D Wahrheit wird masslos überschätzt und isch villicht nöd emal halb so wichtig wie e gueti Gschicht“.

Emanuel Bundi / Thun / Spoken Word

Emanuel Bundi, geboren 1990 in Meikirch, ist Texter und Performer. Er tritt solo oder mit dem Perkussionisten Clemens Kuratle als ZWEI auf. Seine verwegenen, ins Publikum geschleuderten Sätze verraten einen Sprachfuror, dem es auch nicht an listigem Witz mangelt. Er studierte Deutsch und Geschichte an der Universität Bern und war Teilnehmer des Dramatiker-Förderprogramms «Dramenprozessor». Neben dem Schreiben macht er auch Musik.

Pino Dietiker / Aarau / Spoken Word

Pino Dietiker, geboren 1991 in Aarau, absolvierte das Schweizerische Literaturinstitut in Biel und studiert Literaturwissenschaft in Lausanne und Berlin. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Zeitschriften (unter anderem in orteentwürfe und Neue Rundschau) beteiligt er sich an diversen Projekten mit Musikern, insbesondere als Stimme der Band Pinut und als Texter von S neue Aargauerlied. Der Aargauer Autor ist auch mit dem Obwaldner Musiker Jul Dillier mit dem Programm „Planer & Flaneur“ unterwegs, in dem sie Worte und Klänge zu einem einzigartigen Geflecht vereinen.

Moder & Sauerland / Langenthal / Musik und Spoken Word

Was dabei herauskommt, wenn ein Slam Poet und ein Soundtüftler ihr Können vereinen? Techno-Literatur! Lukas Allemann und Valerio Moser sind schon zwei düstere Gesellen. Der eine schrummt die Gitarre, poltert mit irren Samples und exportiert 80er-Krautrock-Wucht aus seinen Geräten auf die Bühne. Der andere zersetzt sich in seinen Texten feinsäuberlich und in tiefer existenzialistischer Notwendigkeit selbst. Gemeinsam ergibt dies den Klang morbid röchelnder Hoffnung auf eine bessere Welt. Ihr erstes Album nennen sie „Glitzer für die Jammernden“.

Pumpernickel / Herisau / Musikkabarett

Christian Johannes Käser alias Pumpernickel hat nur seinen Charme und eine Gitarre. Mehr braucht er nicht, um aus dem Moment heraus Songs und Geschichten zu spinnen. Dabei jongliert er mit Worten aus dem Publikum, singt Liebeslieder aus dem Stegreif oder textet Schweizer Mundartsongs neu. Wenn er loslegt, darf man auf alles gefasst sein: Da kommt es schon mal vor, dass eine neue Dorfhymne komponiert wird oder eine ganze Rockband die Bühne erschüttert.

Ein Pumpernickel-Abend ist immer auch ein echtes biografisches Abenteuer mit sehr persönlichen musikalischen Geschichten von einer Ostschweizer Jugend zwischen Madonna und Maradona. Das ist lustig, skurril, tiefgründig und immer wieder überraschend. 

Johnny Sollberger & Christoph Stapfer / Solothurn / Slam Poetry

Johnny Sollberger und Christoph Stapfer standen schon einige Male gemeinsam auf der Bühne. Jedoch vor allem als Moderationsteam (z.B. beim Mundgerecht Slam in Solothurn) oder auf der Theaterbühne des Theaters Mausefalle. Nun treten die beiden Solothurner als Slam Poetry Duo auf. Johnny Sollberger ist Kulturarbeiter und Künstler und tritt unter anderem als Johnny Trash als Hip Hopper auf. Christoph Stapfer war als Schauspieler bei der DSG (Dachschadengesellschaft Olten) 2015 auf der Bühne und ist aktiver Mitspieler bei Improvision Solothurn. Er moderiert seit der Entstehung den Mundgerecht Slam Solothurn. Nebst dem eigenen Kulturschaffen ist er als Vermittler bei Mondays Kulturmanagement engagiert, mit welchem er Kulturprojekte auf die Beine stellt.

Joachim Rittmeyer / St. Gallen / Kabarett

Joachim Rittmeyer, 1951 in St. Gallen geboren, ist ein Schweizer Kabarettist. Seit 1974 tritt der ausgebildete Primarschullehrer regelmässig auf Theaterbühnen auf. Er hatte früher über längere Zeit ein eigenes Programm im Schweizer Fernsehen und Auftritte im Deutschen Fernsehen (ARD, WDR). Rittmeyer ist ein Urgestein der Schweizer Kabarettszene – er hat fast alle wichtigen Auszeichnungen der Branche eingeheimst. Schlitzohrig und gewieft wie eh und je ist er mit seinem Jubiläumsprogramm „Bleibsel“ auf den Bühnen des Landes unterwegs.

Thun ist nirgends / Thun / Slam Poetry

Sie sind dort zu Hause, wo Worte nicht einfach verschriftlicht in ein Buch verbannt werden, sondern ihnen mittes mündlicher Performance Leben eingehaucht wird: Das Spoken-Word-Quintett "Thun ist Nirgends" bestehend aus den drei Literaten: Michael Frei, Marco Gurtner und Remo Rickenbacher, und den zwei Musikern: Jan Dintheer und Steven Wyss. An der diesjährigen Mundartnacht treten Remo Rickenbacher und Michael Frei auf. Remo Rickenbacher ist seit Jahren erfolgreich auf deutschsprachigen Bühnen (CH, DE und AUT) unterwegs und organisiert seit 2007 den THUNER SLAM im "Café Mokka". Michael Frei bedient zweimal wöchentlich die Schweizer Slambühnen mit seinen berndeutschen Texten und ist mehrfacher Finalist der Slam-Schweizermeisterschaften.

Reto Zeller / Schwyz / Musikkabarett

Reto Zeller ist Kabarettist, Liedermacher und Geschichtenjäger. Zeller sieht. Zeller denkt. Zeller berichtet. Der kernige Innerschweizer findet Geschichten an Orten, wo andere nicht einmal einen Strohhalm im Nadelhaufen wittern. Aus wechselnder Perspektive untersucht er den feingeschliffenen Alltag nach ungehobelten Kanten. Einmal amüsant, dann hinterhältig schräg, oft herrlich absurd. Der Schwyzer versteht es ausgezeichnet, subtile und gescheite Texte in schwermütigen Balladen zu verpacken. Hinterhältige Alltag-Storys über Fehlpatenschaften und Alterskriminalität wechseln sich ab mit schönen und schrägen Gitarren-Songs, welche die kantige Seelenlandschaft eines fremdgegangenen Katholiken besingen.

 
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